Gewohnheiten

Dass ich ein ziemliches Gewohnheitstier bin, hat für meine Abnehmpläne Vor- und Nachteile… Ich habe kein Problem damit, wenn mein Frühstück und dann das Mittagessen im Büro über einen langen Zeitraum mehr oder weniger identisch aussieht, nur beim abendlichen Kochen ist mir nach mehr Abwechslung.

Auf das Frühstück – z.B. zwei Scheiben Brot mit irgend etwas Herzhaftem und einen Milchkaffee – zu verzichten, fällt mir ziemlich leicht, das mache ich oft und werde es jetzt zur Regel machen. Das hat den Vorteil für mich als Spätschläferin, dass ich morgens eine halbe Stunde länger schlafen kann und durch die fehlende Zeit nach dem späteren Aufstehen auch nicht in Versuchung durch Appetit komme, doch noch zu frühstücken. (Langschläferin finde ich als Bezeichnung unzutreffend, weil ich ja nicht mehr Stunden als andere schlafe – 6-7 Stunden – nur einfach später ins Bett komme, weil ich abends nicht wirklich müde bin.) Den ersten Kaffee gibt es dann im Büro. Manchmal rühre ich mir einen Löffel Kokos-Öl rein – der sogenannte Bulletproof-Kaffee aus der Dunkan-/LowCarb-/Paleo-Ernährung. Ein Teelöffel hat, wie ich abgewogen habe, etwa 5 Gramm, das sind ca. 50 Kalorien. Auf jeden Fall weniger als ein Frühstück, und der Vorteil vom Bulletproof-Kaffee ist, dass ich nicht den ganzen Vormittag ans Mittagessen denke und mein Magen nicht knurrt.

Mein Büro-Lunch bedeutet für mich seit Jahren: zwei Scheiben Bio-Vollkornbrot, meistens mit Käse, und zwei bis drei rohe Möhren. Schmeckt mir jeden Tag und wird mir nicht über. Butter und Käse lassen auf jeden Fall noch Raum für Kalorienreduktion, ich probiere zur Zeit verschiedene Aufstriche aus: von Zwergenwiese, Tartex, Dm und Rossmann, die Vielfalt ist sehr groß und praktisch alles hat weniger Kalorien als die Butter-Käse-Kombi! Da die Aufstrich-Gläschen häufig nicht gerade billig sind, werde ich demnächst mit Selberkochen anfangen: Ich habe ein tolles Rezept für einen leckeren Aufstrich aus roten Linsen (ich habe vor, eine Blogkategorie für Rezepte anzulegen, da werde ich das mit Sicherheit hinterlegen hier das Rezept). Nachdem ich letztes Jahr schon mal einen von den auf Gemüse basierenden Aufstrichen, die es jetzt gibt, probiert habe, hatte ich auch schon mal einen versucht, nachzukochen, mit Curry, Zucchini und Aubergine, das war ganz lecker, wenn mir auch ein bisschen zu viel Essig reingeraten ist. Das Problem ist die Haltbarmachung. Wenn, dann lohnt es sich eher, größere Mengen zu kochen. Wie haltbar so ein Aufstrich ist, wenn man ihn wie selbstgekochte Marmelade in mit kochendem Wasser keimfrei gemachte Gläser füllt, muss ich erst ausprobieren. Gelungene Rezepturen werde ich auch posten.

Was dann das Kochen zum Abend angeht: Ich bin sehr froh, dass es nicht mehr als ungesund gilt, mehr als ein Ei pro Woche zu essen (z.B. http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Eier-keine-Gefahr-fuer-Cholesterinspiegel,cholesterin113.html). Es gibt für mich kaum eine praktische und immer wieder leckere Mahlzeit als verschiedenes Gemüse in eine Pfanne zu hauen (Tomaten mit Zucchini, z.B.) und dann mit 1-2 Eiern zu einer Rühreimahlzeit zu machen. Ordentlich Curry dran, dann braucht es wenig Salz (natürlich eine Curry-Mischung, der noch kein Salz beigemischt ist!). Hier schlägt dann allerdings meine Gewohnheit in einer negativen Art und Weise aus: Ich mache mir zu gern zum Schluss Käse darüber und muss sehr aufpassen, dass mir der Käsehobel am Ende eines Tages nicht ausrutscht und mir mehr Kalorien in den Magen zaubert, als ich vorhatte. Andere Abend-Mahlzeiten sind für mich Gemüse-Kombinationen mit entweder Hähnchenbrust oder Fischfilet. Nudeln, Reis oder Kartoffeln brauche ich gar nicht mehr, wenn genug Gemüse dabei ist. Auch wenn ich gar nicht vorhabe, komplett auf Low Carb zu gehen, haben mir frühere Low Carb-Phasen gezeigt, dass ich die sogenannte kohlenhydratreichen Sättigungsbeilagen abends gar nicht benötige. Wenn mir im Lauf des Abends doch noch der Magen knurrt, dann versuche ich, immer Kohlrabi und Möhren im Haus zu haben.

Was ich leider immer im Haus habe und nie vergesse einzukaufen, ist dunkle Schokolade. Anderen Süßigkeiten kann ich problemlos widerstehen, bei Chips und Co. weiß ich, dass ich die nicht im Haus haben darf und kaufe sie nicht.  Zu meinem Mittags- und Abendskaffee (und, wenn ich frühstücke, auch morgens) esse ich zu gern ein Stück Schokolade. Meistens bleibt es tatsächlich bei diesem einen Stück, aber das sind trotzdem rund 2-3x 50-60 Kalorien, die ich mir eigentlich gern sparen würde – aber andererseits doch sehr genieße, so dass der Gedanke, dass das noch in die Kalorienbilanz passt, meistens sehr stark ist. Dazu kommt, dass ich meinen Kaffee (bis auf den schoko-freien Bulletproof-Kaffee morgens) zu gern in Form einer großen Tasse Milchkaffee zu mir nehme – jedesmal rund 300 ml fettarme Milch (1,5 %), das summiert sich leider auch. Ich sehe zwei Möglichkeiten, mir diese Angewohnheit abzugewöhnen: mehr schwarzen Tee statt Kaffee trinken – schwarzer oder grüner Tee passt für mich nicht so gut zu Schokolade, dann wird dieser Impuls, beides zu kombinieren, vielleicht durchbrochen. Oder ich muss mir eine ganz strenge Ohne-Zucker-ohne-Weißmehl-etc.Phase verordnen, die mir früher auch schon gut getan hat.

So sehen meine Pläne zur Kalorienreduktion und hoffentlich Abnahme aus – ich hoffe, dass sich das so bewährt und werde sicher im Lauf der Zeit berichten, wie es läuft. In den nächsten Blogposts werde ich über die Gründe schreiben, warum ich das alles jetzt noch mal angehe.

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2 Gedanken zu “Gewohnheiten

  1. Pingback: Prokrastination III oder: Habitica, das wundersame Reich der Gewohnheit – Berg- & Talträume

  2. Pingback: Gewohnheiten II – Berg- & Talträume

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