Wassereimer

Wie ich neulich in Bewegung schrieb, wollte ich mir einen Mörteleimer aus dem Baumarkt kaufen, damit ich nicht die ganze Badewanne volllaufen lassen müsste, um meine Beine in kaltes Wasser zu tauchen. Gestern habe ich es endlich in den Baumarkt geschafft – mir war es auch deshalb wichtig, weil meine Beine sich im Lauf des Wochenendes sicherlich müde anfühlen werden: gestern Generalprobe für das Konzert unseres Chores, heute Konzert, morgen Konzert.

Ich hatte es richtig in Erinnerung, dass so ein Mörteleimer größer ist als der gemeine Putzeimer, in dem am Boden noch nicht mal ein einfacher Fuß in Schuhgröße 39 entspannt rumstehen kann. Allerdings hatte ich nicht bedacht, dass die Mörteleimer zwar breiter, aber auch nicht so sonderlich hoch sind. Jedenfalls wäre bei den Größen, die von der Breite noch in meine Badewanne passten, die Wasserhöhe nur bis zur halben Wade gegangen. Das war nicht, was ich suchte. Es gab auch größere, aber die waren dann so riesig, dass sie nicht in meiner Wanne Platz finden würden – und so groß ist mein Badezimmer auch nicht… Dazu kam, dass das schwarze Plastik der Mörteleimer teilweise unangenehm roch. Kann ja sein, dass sich das mit der Zeit verliert, aber das war erst mal nichts, was ich mir in die Wohnung stellen wollte.

Auf der Suche nach Inspiration wanderte ich durch den Baumarkt. Vielleicht gab es ja noch irgendwelche Gefäße, die genau meinen Ansprüchen gerecht werden würden? Schließlich landete ich in der Pflanzenabteilung, wo es nicht nur große Pflanzgefäße (mit Löchern im Boden), sondern auch große Übertöpfe gab. Heureka! (Sehr angemessen, wenn man den Kontext der Wasserverdrängung beim Wassereintunken bedenkt…) Ich legte mir einen großen weißen Übertopf (Magenta war mir für mein Bad, das eher grüne und blaue Gegenstände in weißer Umgebung hat, doch zu heftig) zu. Etwas teurer als ein Mörteleimer, aber das war es mir wert.

Zuhause mit Wasser gefüllt, Beine abwechselnd eingetaucht, bis zu den Kniekehlen – aaahhh! Wer auch immer gelegentlich an schweren oder schmerzenden Beinen  leidet, das kann ich nur empfehlen! Es ist noch angenehmer und effektiver, die Beine abwechslend mehrere Male komplett ins Wasser zu tauchen, als sie nur abzubrausen. Zudem soll es, wenn man über Kneipp und Hydrotherapie liest, einen Trainingseffekt für die Gefäße haben (also für die Blutgefäße, nicht die Pflanzgefäße….). Mein zum Kneippbecken umfunktionierter Übertopf ist wahrscheinlich nicht so stabil, dass ich darin im Wasser herumhüpfen oder -stampfen zu können – aber um die Beine einzutunken, reicht es.

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2 Gedanken zu “Wassereimer

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