Baguette-Rezept für faule Feiertage

(Bild: Brandtmarke/pixelio.de) Wie kürzlich beim Rezept für Pizza-Schnecken angekündigt, hier noch die Komplettanleitung für das Baguette-Brot ohne Kneten. Es schwirren verschiedene Varianten durchs Internet, wen’s interessiert, einfach mal „bread, no knead“ (no need to knead ^^) in der Suche eingeben. Letzten Endes ist es ein „kalt geführter“ Teig (hier wird so etwas ähnliches unter dem Stichwort „poolish“ erklärt, nur das im folgenden Rezept das Wasser-Mehl-Verhältnis nicht ganz 1:1 ist), und eine Nacht (oder ein Tag, wenn Ihr den Teig erst abends braucht) erledigt quasi die Knetarbeit. Am längsten dauert es meiner Erfahrung nach, morgens den Ofen auf 250° C zu bringen bzw. die Baguette-Formen zu falten, siehe unten.

Abends 320 ml lauwarmes Wasser mit 15 g Frischhefe (geht sicher auch mit Trockenhefe, Menge ausprobieren) vermischen, in einer Schüssel 400 g Mehl (nur weiß, oder halbe-halbe weiß/Vollkorn) mit 1-1,5 TL Salz mischen, Hefewasser-Mischung drauf (bei Vollkorn-Anteil etwas mehr Wasser), nur grob umrühren, Schüssel abdecken, ab in den Kühlschrank für mindestens 6-8 Stunden!
Am nächsten Morgen den Ofen auf 250°C vorheizen, dann den Teig aus dem Kühlschrank auf ein bemehltes Brett fallen lassen (nicht kneten!), den Teig (durchaus etwas klebrig bis matschig) mit Schwung umdrehen, so dass er von allen Seiten bemehlt ist, den Kloß in drei Teile teilen und in drei baguette-artige Leibe auseinanderziehen. Ich bastele mir immer Baguette-Formen aus Backpapier (eine Art Anleitung habe ich hier versucht zusammenzustellen, man kann auch einfach einen halben Bogen Backpapier an den Enden etwas zusammendrehen), man kann Baguette-Formen auch kaufen, ja, irgendwann mal, wenn ich dran denke… Nächstes Mal will ich ausprobieren, eine Portion in eine Kastenform und eine rund an den Rand meiner Springform zu packen und mit dem dritten Teil irgendwas anderes Kreatives zu machen, weil das Falten der Papierformen manchmal ein bisschen umständlich ist. Nach Bedarf mit Körnern oder ähnlichem bestreuen, theoretisch können auch Kräuter in den Teig (dann schon abends mit dem Mehl vermischen) und die ganze Chose, je nach Herd, 10-15 Minuten bei 250°C backen – fertig, wenn die Laibe beim unten Dranklopfen hohl klingen.

Es schmeckt sehr sehr gut frisch, aber auch noch 12-24 Stunden später (etwas aufgetoastet), durch die lange Gehzeit wird der Teig äußerst aromatisch. Wahrscheinlich kann man den Teig auch in Muffin-Förmchen füllen und quasi Hefemuffins bekommen, das habe ich noch nicht ausprobiert… Wie bei den Pizza-Schnecken angemerkt: wenn man nach der langen, kalten Hefeteigführung einfach noch mehr Mehl drunterknetet und noch mal etwas (bei Wärme) gehen lässt, kriegt man einen leckeren, etwas festeren Teig für Pizza und Co.

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