Kompression III oder: Wow

Kurzes Update: Wow. Von Donnerstag letzte Woche bis zum gestrigen Freitag habe ich die Kompression neun volle Tage getragen. Heute habe ich gemessen – und der Effekt ist sehr deutlich. Zunächst einmal sind auf der Waage 1,4 kg verschwunden, so groß war mein Kaloriendefizit bestimmt nicht. Das sind allerdings Tageswerte, keine durchschnittlichen Trendwerte. Aber trotzdem. Dann habe ich am Tag, an dem ich die Kompression bekam, meine üblichen, seit Jahren verwendeten Stellen am Körper gemessen – und wirklich überall, egal wo am Körper, ist heute Umfang verschwunden, innerhalb von neun Tagen! Normal kenne ich das so, dass von Woche zu Woche mal hier ein Zentimeter verschwindet, eine Woche später da ein halber, eine weitere Woche drauf an weiterer Stelle vielleicht 1,5 cm.

Am deutlichsten ist es an den Beinen: Dort habe ich sieben Mess-Stellen: Knöchel, stärkster Wadenumfang, direkt unter dem Knie, Knie selbst, direkt über dem Knie, Mitte und Ende des Oberschenkels: selbst am Knöchel, der eigentlich vom Gefühl nur Muskel, Sehne und Knochen ist, ist an einer Seite ein halber Zentimeter weg, an allen anderen Beinstellen ist es mindestens ein Zentimeter, an anderen Stellen sogar zwei. Ich kann nur kopfschüttelnd wiederholen: Wow!

Und nicht nur an den Beinen, sondern auch am Oberkörper und am linken Arm ist Umfang weg. Richtig interessant ist, dass am rechten Arm kein Effekt messbar ist. Das Lymphsystem ist in vier Quadranten geteilt: das, was aus den Beinen kommt, fließt im Beckenbereich zusammen (in die „Lendenzisterne“, Cisterna Chyli), wird durch den Bauchraum und durch das Zwerchfell nach oben geleitet und fließt mit der Lymphe, die aus dem linken oberen Quadranten (also linker Kopf, linker Oberkörper, linker Arm) kommt, in die linke Schlüsselbeinvene. Der rechte obere Quadrant führt seine Lymphe in die rechte obere Schlüsselbeinvene ab. Was ich jetzt anscheinend feststelle, ist, dass die Anregung des Lymphsystems in den Beinen durch die Kompression dazu führt, dass diese drei verbundenen Quadranten insgesamt angeregt werden – aber der rechte obere Quadrant, sozusagen immer der „odd man out“, noch ein bisschen außen vor bleibt. Da Lymphe stark durch Fluss im gesamten System angeregt wird – wenn Lymphdrainage im Bereich der Schlüsselbeinvene den Lymphstrom entblockt, denn regt das auch den Lymphfluss in den Extremitäten an, also scheint mir das sogar irgendwie logisch: in den drei verbundenen Quadranten ist alles im Fluss, im vierten nicht. Vielleicht wird sogar sein Fluss etwas geblockt, weil der Zufluss aus den anderen drei Quadranten so groß ist. Aber das ist alles reine Spekulation – aber interessant und spannend!

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5 Gedanken zu “Kompression III oder: Wow

  1. Pingback: Kompression IV oder: Außenperspektive – Berg- & Talträume

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