Eiweiß-Muffins/-Brot

wp-1489186775890.jpegIch habe zur Zeit ein Schokoladenproblem. Und das nicht erst, nachdem mir heute die Mitarbeiterin des großen Hotels, bei dem ich – bzw. ich im Auftrag meines Arbeitgebers – Räume und Übernachtungen für eine große Veranstaltung gebucht habe, Blumen und Schokolade schickte. Ich fand die Aktion etwas seltsam und überraschend, wie die, die mich auf Twitter lesen, schon wissen, aber nachdem ich mir das OK von meinem Chef geholt habe, erfreue ich mich jetzt an dem Tulpenstrauß. Die zum Glück nur kleine beigelegte Edel-Schokolade wurde übrigens aus lauter Verwirrung um den Blumenstrauß bereits äh… Nun, sie ist Geschichte.

Ich bin heute mit dieser kleinen Geschenkschokolade und meinem abendlichen Schokoausraster zum Milchkaffee auf ca. 80 g Schokolade gekommen… m(. Ich liebe einfach die Geschmackskombination von Kaffee und Schokolade – blöd ist nur, dass ich mich zur Zeit nicht mit einem Stückchen zufrieden geben kann. Das hatte ich durchaus eine Zeitlang drauf, ohne dass ich das Gefühl hatte, auf etwas zu verzichten.

Das Erstaunliche ist, dass meine Kalorien laut fddb heute trotzdem nur bei 1350 liegen… bis auf die Schokolade ist da ziemlich viel Low Carb in Form von Gemüse, Ei und Käse dabei. Ich habe diese Woche z.B. wiederentdeckt, dass ich eigentlich sehr gerne Weißkohl knabbere – also sich so ein Viertel Weißkohl hinlegen, ab und an ein Blatt abschälen, knabbern. Und ich habe diese Woche ein Rezept für Eiweiß-Brot ausprobiert und war ziemlich angetan. Es macht sehr viel satter als mein übliches Vollkorn-Biobrot, und ich brauche weniger, so dass ich auch am Aufstrich/Belag spare. Und obwohl es am ersten Abend einen ungewohnten Beigeschmack hatte (wegen des vielen Leinsamens, nehme ich an), schmeckte es ab dem nächsten Tag ziemlich neutral.

Ich habe das Brot in Form von Muffins am Montag Abend gebacken – und auch heute noch schmeckte mein Mittagsmuffin lecker und frisch. Ich bin froh, dass ich die Muffinform gewählt habe. Denn erstens braucht das weniger Backzeit, zum anderen ist es vorportioniert. So ’ne Brotscheibe kann immer unterschiedlich ausfallen, aber die Muffins waren alle ungefähr gleich groß. Dazu kommt, dass ich mir wahrscheinlich aus Gewohnheit zwei Brotscheiben für Mittags abgeschnitten und ins Büro genommen hätte – jetzt habe ich nur einen Muffin mitgenommen, der, in vier kleine Scheibchen geschnitten, zwar irgendwie ungewohnt wenig aussah, aber sättingungsmäßig echt ausreichte.

Hier also das Rezept für Eiweiß-Brot/-Muffins:

Ofen auf 175°C vorheizen (Umluft, sonst etwas mehr)

50 g Leinsamenmehl (entölt)
50 g gemahlene Mandeln (man kann auch Haselnuss nehmen)
1 Esslöffel Dinkelvollkornmehl
1/4 Teelöffel Salz
1/2 Päckchen Weinstein-Backpulver (Gibt’s z.B. bei DM, wichtig, weil auf der Kombi Quark/Weinstein die Lockerheit des Teiges basiert – ich weiß nicht, ob das so gut mit „normalem“ Backpulver klappen würde – es würde wahrscheinlich auch ziemlich penetrant hervorschmecken, was Weinstein nicht tut.)
Diese trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen.

In einer anderen Schüssel vier Eier verrühren, dann 150 g Magerquark darunter mischen. Muffinform mit Papierförmchen versehen (ich weiß nicht, ob es ohne nicht vielleicht sehr kleben würde).

Wenn der Ofen die Temperatur erreicht hat, die Quark-Ei-Mischung mit den trockenen Zutaten vermischen. Es ist wichtig, dass so kurz wie möglich vor dem Backen zu machen, weil die Säure des Quarks das ist, was mit dem Weinstein das Gas zur Lockerung produziert, wenn man den Teig stehenlassen würde, würde der Effekt vergehen. Pro Muffinförmchen habe ich ein Esslöffel Teig hineingegeben, es wurden genau 9 Muffins. Das habe ich dann für ca. 30 Minuten gebacken. Das Brot in einer Kastenform soll eine knappe Stunde backen.

Also pur haben sie eher keinen ausgeprägten Geschmack – ich werde in Zukunft noch ein bisschen experimentieren, vielleicht (Brot-)Gewürze, Kräuter hineintun, oder Kernmischungen etc. Sie bleiben lange frisch. Ich habe sie in einer verschlossenen Dose und seit gestern dann im Kühlschrank aufbewahrt.

Nach meinen Berechnungen haben die Zutaten ca. 950 kcal – jeder Muffin hat also etwas über 100 kcal. Hier noch ein Foto vom Innenleben der Muffins – also echt erstaunlich locker und „brotartig“ dafür, dass fast kein Mehl drin ist!

Update: hier ist noch für Mme Graphisme ein Maßstabbild: Muffins in Ikea-Dose an Blumenstrauß und Espressokanne, mit einem handelsüblichen Teelöffel zum Vergleich:

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4 Gedanken zu “Eiweiß-Muffins/-Brot

  1. Oh, ich liebe neue Ideen für Brotdarsteller, die ich mit auf Arbeit nehmen kann! Derzeit ist ads ja meist das Bohnenbrötchenzeug oder der Lowcarb-Frühstückskuchen.
    Wie groß ist so ein Muffin denn? Banana for scale? Sind das normalgroße Muffinformen oder so Minimuffins?

    1. annesch

      So, Vergleichsphoto ist da, auch wenn sie jetzt sehr klein aussehen: die Muffinform ist die ganz klassische Größe, die man überall sieht, entweder für sechs oder für zwölf Muffins…

  2. annesch

    Bananen kommen mir nicht ins Haus! Ich verarbeite noch den Schock, als ich mir vor Jahren Magnesium-Kautabletten kaufte, weil ich keine Bananen mag (oder höchstens die grünen, dann als Shake), und die Tabletten hatten… Bananengeschmack…! m( Ich fotografier nachher ein Maßstabfoto, aber einer ist mit Aufstrich oder Belag und etwas rohem Gemüse eine gute Mahlzeit…

    1. BANANANANEEEEEEEEN!!!! 🙂
      Danke für den Vergleich! Sieht so aus, als könnte so etwas eine Scheibe Aldi-Eiweißbrot gut ersetzen. Muss ich also direkt nächstes Wochenende mal ausprobieren.

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