Beine baumeln lassen II oder: Die Schreibtischschaukel

Dank eines Kommentars von Owl von Owl’s moving castle wurde ich daran erinnert, dass ich ja noch meine Untermschreibtischbewegungskonstruktion weiterentwickeln wollte. Da ich zur Zeit meinen Esstisch als Schreibtisch nutze, hatte ich die bisherige Lösung irgendwann wegen Besuchs abgebaut und nicht wieder aufgebaut.

Heute nach der Arbeit überlegte ich gerade, in welchen  der Supermärkte auf dem Heimweg ich zum Einkaufen fahren wollte, als ich plötzlich dachte: Du könntest auch beim Baumarkt vorbeifahren und dir das Material für das Schaukelbrett unterm Schreibtisch kaufen. Gesagt, getan.

Ich bin gern in Baumärkten und stöbere da herum. Nach einigem Stöbern (Endlich eine eigene Bohrmaschine kaufen, damit ich einem guten Freund die geliehene zurückgeben kann…? Wenn ja, welche? Decisions, decisions!) sah ich mich bei Stäben, Leisten, Kanthölzern und Brettern um. Ich entschied mich dafür, ein Fichtenleimholzbrett (unter 5 Euro) zu kaufen, in der Größe 20 cm x 120 cm. Das ließ ich mir an Ort und Stelle vom Baummarkt vierteilen, so dass ich mit vier Brettchen in der Größe 10 cm x 60 cm auf dem Gepäckträger nach Hause fuhr. Außerdem kaufte ich mir Haken in Form einer Öse (nennt sich Ringschraube, wie ich gerade auf der Packung sehe, in der Größe 40 x 14 mm) zum Einschrauben ins Holz. Außerdem hatte ich bereits einen Koffergurt mit Clipverschluss (aus einem Kruschtelladen bzw. Ein-Euro-Shop) zuhause und diverse Schlüsselbänder (Werbegeschenk).

Zunächst habe ich mit einem schmalen Holzbohrer das Loch für die Schraube genau in der Mitte des Brettchens vorgebohrt, dann die Schraube (nach den ersten Drehungen mit Hilfe einer Zange) eingedreht:

wp-1490128652587.jpeg

Den Koffergurt habe ich um die Tischplatte geschlungen – parallel zu der Tischkante, an der ich sitze, also parallel zur Schmalseite. Bevor ich den Klickverschluss schloss, habe ich das Schlüsselband eingefädelt. Dessen kleinen Karabinerhaken habe ich in die Ringschraube auf dem Brett eingehakt. Fertig. Naja, nicht ganz. Die ganze Chose war zu lang, das Brett schwebte nur wenige Millimeter über dem Boden. Also habe ich nach und nach drei Knoten ins Schlüsselband gemacht – zwischendurch immer wieder ausprobiert – bis mir die Höhe recht war.

Yay! Ich setzte mich hin und begann, diesen Post zu schreiben und schaukelte dabei fröhlich mit den Beinen hin und her. Allerdings machte es nach ein paar Minuten Knacks! Der kleine Karabinerhaken des Schlüsselbandes war nicht für die Belastung ausgelegt… Aber wozu hat frau allerlei Kram im Haus! Ich ersetzte den Haken durch einen stabilen Karabinerhaken und schrieb weiter, merkte dann aber, dass die Schaukelbewegung nicht mehr ganz rund war, also tauschte ich den Karabinerhaken gegen einen Schlüsselring aus.

So kann es jetzt erst mal bleiben, ich bin recht zufrieden und finde die Bewegung für meine Beine unterm Tisch sehr angenehm – nach ein bisschen Gewöhnung denkt man kaum noch darüber nach, merkt nur ab und zu, dass man jetzt irgendwann von der Hin- und Herbewegung in den Modus „Vor und zurück“ oder „Achterbewegung“ gewechselt ist.

Ich bin jetzt erst mal gespannt, wie die Konstruktion hält, ob das Holz irgendwann durch die Belastung an der Schraube Risse bekommt, ob ich gegebenenfalls noch mal eine Version bauen muss, bei der die Schraube mit Unterlegscheibe und Mutter unter dem Brett festgehalten wird. Auch denke ich über eine Version nach, bei der das Schlüsselband durch einen Stab ersetzt  wird, es könnte sein, dass gerade die schwungvollen Achterbewegung dadurch noch angenehmer werden. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Edit: Hier noch auf Wunsch von Mme Graphisme zwei Bilder zur Befestigung am Tisch. 

Einmal der Koffergurt, den ich einmal um die Tischplatte geschlungen habe, dann noch ein Bild vom Schlüsselband, dass auf des besagten Koffergurt aufgefädelt ist:

 

 

 

 

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7 Gedanken zu “Beine baumeln lassen II oder: Die Schreibtischschaukel

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