„Halt. die. Klappe!“ – and f*ck off

(Foto: Dieter Schütz/pixelio.de) Gestern hatte ich eine blöde Situation, die mir erst mal die bis dahin eigentlich gut gelaunte Samstags-Stimmung verhagelte, mich unglaublich wütend durch die gezeigte Dreistigkeit machte, gemischt mit Ungläubkeit, dass jemand glaubt, das Recht zu haben, so dreist zu sein. Gleichzeitig ärgerte ich mich darüber, dass ich mich von dieser kurzen Situation so hinunterziehen und ärgern ließ, dass ich überhaupt die Energie aufwandte, darüber nachzudenken und die Situation zu analysieren, anstatt die Begegnung dem Vergessen anheimzugeben, was sie verdient.

Inzwischen sehe ich im Vordergrund die Lächerlichkeit der anderen Person. Das sah ich auch schon gestern, aber gestern überwog der Ärger über die Dreistigkeit. Und dieser Ärger ist noch da, und er richtet sich auch an die grundsätzlichen Haltungen, die hinter einer solchen Situation stehen, und weil es um so etwas grundsätzliches geht, schreibe ich jetzt auch darüber. Denn mir einfach nur zu sagen: „Vergiss es, reg dich nicht auf, ist die Energie nicht wert“, funktioniert gerade nicht. Ich will meinem Ärger Ausdruck verleihen. Und ich will mir nicht selbst die Verantwortung für den Ärger in dieser Situation zuschieben, im Sinne von: ärgerlich ist es nur, weil du dich drüber ärgerst. Nein, ärgerlich ist es, weil eine andere Person glaubte, das Recht zu haben, sich wie ein Arschloch zu benehmen.

Der Schauplatz: Ein Einkaufszentrum in einem gutbürgerlichen Teil von Berlin, das in unsäglichem Design gebaute „Das Schloss“ in der Schlossstr. in Steglitz, für die, die es kennen. Ich war in einem Elektromarkt gewesen und hatte mir spontan einen Funk-Kopfhörer (ziemlich große, eher quadratische Kiste in einer Tüte, wird weiter unten wichtig) gekauft. Die Balkonsaison beginnt und ich habe schon länger die Vorstellung, dass es eigentlich schön wäre, auf dem Balkon zu sitzen und dabei Musik zu hören oder eine Radio-Sendung, die ich nicht verpassen will.

Danach war ich in der Stadtbibliothek in einer der oberen Etagen, stieg in einen Aufzug, in der noch eine andere Person war, um von der 3. Etage in das 1. UG zu fahren, um noch was im Drogeriemarkt zu kaufen – hätte ich doch die Treppe genommen, wie ich es dort häufig auch mache, es war einfach eine spontane Entscheidung ohne Nachdenken, weil der Aufzug gerade seine Tür öffnete. Die andere Person stieg in der 1. Etage aus, eine andere Person stieg ein, drückte den Knopf fürs 2. UG. Der Aufzug fuhr wieder los, plötzlich sagte diese zweite Person, ein junger Mann höchstens Anfang 20, zu mir: „Schöner Tag“ oder irgend so etwas in der Art. Weil ich erst mal keinen Grund sehe, grundlos unfreundlich zu sein (ich habe auch schon Leute in der Supermarktschlange angequatscht, wenn irgendeine Beobachtung mir in dem Moment in den Sinn kommt), sagte ich schlicht „Ja.“, allerdings ohne groß in seine Richtung zu schauen.

Erster Fehler. Ich hätte anscheinend misstrauisch genug sein müssen, um dem Typen einen Blick von der Art „Ich kenne dich nicht, ich habe kein Interesse an irgendeiner Kommunikation“ zuzuwerfen oder überhaupt nicht zu reagieren.

Jedenfalls sagte er mit einem Blick auf die Elektronikmarkt-Tüte, die ich in der Hand hatte: „Na, was ist denn Schönes in der Tüte drin?“. Woraufhin er seinen verdienten „Was soll das?!“-Blick abbekam mit einem „Geht dich nichts an.“ Ich habe den Typen spontan geduzt, vielleicht, um ihn damit zu signalisieren, dass ich ihn nicht für einen ernstzunehmenden Erwachsenen halte. Vielleicht wäre ein „Sie“ besser gewesen, um den Abstand zu halten.

Das alles zwischen zwei Stockwerken, 1. OG und 1.UG, ich stand inzwischen vor der Tür, die sich gleich in meinem Geschoss öffnen würde, und sah in dem spiegelnden Metall der Tür, dass ich rot geworden war. So rot habe ich mein Gesicht lange nicht gesehen, ich frage mich, ob ich öfter so rot werde, ohne dass ich es merke, da ich es nicht sehe. Jedenfalls hat man mir wohl mein Unbehagen an dieser Situation angesehen, was ärgerlich ist, denn Coolness ist doch in jedem Fall ein besseres Gefühl. Nonchalance. Sprezzatura. (Note to self: Mal wieder Castiglione lesen.)

Und plötzlich haut dieser blöde lächerliche Arschloch-Typ ein „Wohl einen Vibrator gekauft?!“ heraus. Ich glaube meinen Ohren nicht zu trauen. Ich weiß nicht mal mehr, ob er vielleicht mich auch duzte oder so eine Formulierung ohne direkte Anrede verwendete. Ich weiß nur noch, dass ich ihn mit einem Blick bedachte, ihn mit aller mir zur Verfügung stehenden Verachtung anstarrte und dabei den Punkt direkt zwischen den Augen fixierte und betont sagte: „Halt. die. Klappe!“ Dann öffneten sich die Türen für mein Geschoss, ich stieg aus und hörte ihn noch „Falscher Ausgang!“ sagen – ne, Junge, genau richtig. Tja, und dann stand ich da. Mit Wut im Bauch, mit einem Tropfen Speichel von dem Typen, der auf meiner Hand gelandet war. Weshalb mein erster Weg direkt in den Drogeriemarkt führte, wo ich eine Packung Desinfektionstücher kaufte, womit ich mir direkt im Laden noch vor dem Bezahlen die Hand abwischte.

Was mir gerade erst auffiel: Anscheinend war er davon ausgegangen, dass ich auch ins 2. UG fahren würde (Parkplatzgeschoss). Na, wunderbare Vorstellung. Festzuhalten ist, dass ich keinerlei Angst verspürte, es war mitten am Nachmittag, überall waren Leute, und ich hatte auch nicht den Eindruck, dass der Typ vorhatte, mich irgendwie körperlich anzugehen.

Aber diese Dreistigkeit, auch „nur“ mit Worten die Grenzen einer wildfremden Frau zu überschreiten, auch nur im entferntesten anzunehmen, dass er sich als Typ das Recht nehmen kann, „weil er ein Kerl ist“, oder was auch immer. Das ist das, was mich wütend macht. Dass es Typen gibt, die davon ausgehen, dass sie, ob mit Worten oder Taten, jederzeit jeder Frau gegenüber übergriffig werden können. Die das geil finden.

Ich kann mich nicht erinnern, in meinen 40 Lebensjahren jemals einen so übergriffigen Spruch mir gegenüber zu hören. Wahrscheinlich habe ich einfach Glück gehabt. OK, mit 8 oder 9 Jahren wurde ich mal beim Entenfüttern am Teich von einem Typen angequatscht, ob ich ihn für Geld in die Hosentasche greifen wolle. Was das bedeutete, habe ich erst später kapiert. Und die aufdringlichen Blicke in der U-Bahn o.ä. kennt wohl jede Frau. Ich meine damit nicht die flirtenden Blicke oder das „Hey, du siehst sympathisch/gut aus“-Lächeln, was man im Alltag auf der Straße oder im Supermarkt tauscht, sondern starrende Blicke. Hinweis für die Männer, die es noch nicht wissen: ein andauernder starrender Blick ist kein Flirten, sondern aufdringlich und völlig fehl am Platz. Wenn sie nicht zurückschaut, heißt das nicht, dass sie es nicht wahrgenommen hat und du weiterstarren musst/darfst, die meisten Frauen registrieren so etwas mit der peripheren Wahrnehmung und wollen einfach nicht zurückschauen. Also lass sie in Ruhe.

Naja, und im Arbeitskontext hört man so Typen, die die Aussicht, eine Frau könne womöglich stellvertretende Vorsitzende oder gar – *gasp* – Vorsitzende eines Dachverbands werden, als Katastrophe wahrnehmen, und zwar unter Bezugnahme auf ihr Geschlecht und nicht auf ihre Qualifikation, weil es um eine hypothetische, nicht benannte Person ging – und das in einer Gesprächsrunde mit einer Vorsitzenden eines anderen Verbands.

Als die #Aufschrei-Diskussion durch Twitter und Co ging, war mir durchaus klar, dass das Phänomen nicht selten ist und war froh, dass es mir noch nicht ausführlich begegnet war. Ich frage mich auch ein bisschen, warum, bzw. warum es jetzt passiert. Ich nähere mich Normalgewicht. Für mich (ich spreche auf keinen Fall für alle übergewichtigen Frauen, das ist bei allen unterschiedlich) bedeutete das Übergewicht, denke ich heute, auch eine Art Abschirmung, die mich aus dem ganzen Frau-Mann-Gedöns herausnahm. Nicht, weil ich herausgenommen sein wollte (im Gegenteil), sondern weil ich mich nicht als sexuell attraktives Wesen wahrnahm und daher meine Antennen in die Richtung (die furchtbar ungeübt sind, auch aufgrund fundamental-christlicher Erziehung in meiner Familie) nie groß aktiviert habe. Und ich glaube, so etwas merkt das Gegenüber unbewusst, dass die Antennen gar nicht erst aktiviert sind, und sendet gar nicht erst bestimmte Vibes. Man fliegt quasi unter dem Radar. Da, wo es zu sexuellen Momenten oder Beziehungen zwischen mir und einem Mann kam, war erst mal Voraussetzung, dass die Kommunikation unmissverständlich und deutlich war (was nicht gleichbedeutend mit übergriffig sein muss).

Jetzt lege ich das Übergewicht nach und nach ab – und dann passiert so ein Scheiss. Natürlich kein Grund, mit der Abnahme aufzuhören. Der Spruch mit dem Vibrator bedeutet ja noch nicht mal ein Flirten oder ein Signal von „Du bist attraktiv“, im Gegenteil ist es ja eher als Abwertung gemeint: „Du hast wohl einen Vibrator nötig.“ Aber es ist ein Signal, dass ich auf einmal als ein „Player“ in diesem ganzen Sexualtätsgedöns wahrgenommen werde, nachdem ich, wie gesagt, eigentlich auf der Ebene gar nicht „vorhanden“ war, quasi einen Unsichtbarkeitsmantel trug.

Ich wünsche mir vor allem, ich hätte noch etwas schlagfertiger reagieren können, hätte dem Typen irgendwie klar machen können, dass er ein lächerliches, ärmliches Arschloch ist. Naja, Chance vertan. Immerhin sehe ich ihn als das lächerliche Würstchen, was er ist. Aber mal ehrlich, was denken sich solche Typen? Ich gehe doch auch nicht auf wildfremde Männer zu und frage sie, ob in der Apothekentüte, die sie in der Hand halten, Viagra sei. Ich bin, wie die meisten Menschen auch, relativ verträglich und habe nicht die Absicht, irgendwelchen Leuten grundlos die Stimmung zu verderben. Ernsthaft, was geht in solchen Leuten, die so etwas machen, vor, dass sie das geil finden? Gut, Selbstwerterhöhung über Abwertung anderer, aber bescheuert ist das doch auf jeden Fall.

Wenn ihr das jetzt lest und den Impuls habt, etwas in der Art zu kommentieren: „Ach, nimm das doch nicht so ernst, das will der Typ doch erreichen, dass du dich ärgerst“ – lasst es sein.

Erstens sage ich mir das selbst schon die ganze Zeit, und es hilft nichts, ich ärgere mich trotzdem darüber, dass dieser Typ und Leute, die sich ähnlich verhalten, diese Dreistigkeit besitzen. Zweitens ist das, wenn ich es mal so formulieren darf, ein totaler Trigger für mich, nachdem mein Vater und mein Bruder jahrelang ihr „mich ärgern“ (ohne Vibratorsprüche), das ihnen, aber nicht mir, wahnsinnig Spaß machte, damit gerechtfertigt haben, sie müssten mich „abhärten“ und ich solle mich doch nicht so aufregen, dass ich mich so aufregen würde, sei ja der Grund, dass sie weitermachen müssten. Also falls ihr in die Richtung kommentieren wollt: lasst es stecken, sonst kann ich für die Reaktion nicht garantieren. Ansonsten freue ich mich natürlich über Eure Kommentare und Eure Gedanken zu der Situation und zu dem Themenfeld.

(Edit: Ich hatte tatsächlich ohne es zu merken die Kommentare komplett deaktiviert – weiß gar nicht wie, oder es ist eine neue Default-Einstellung? Mal drauf achten. Jedenfalls sind sie jetzt freigeschaltet.)

 

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12 Gedanken zu “„Halt. die. Klappe!“ – and f*ck off

  1. Tut mir so Leid, dass dir so eine Scheiße passiert ist! Mich packt auch jedes Mal so eine kalte Wut, wenn solche Dinge passieren. Ich wünschte, ich könnte es einfach vergessen, während ich gleichzeitig immer wieder im Kopf durchspiele, was ich besser hätte machen sollen… Und irgendwie habe ich auch oft das Gefühl, dass die „Vergiss es doch einfach“ Stimme(n – in meinem Kopf und von anderen) mich daran hindern, es zu irgendeinem kathartischen Abschluss zu bringen. (Hoffentlich ist es nicht unpassend, dass ich jetzt über mich und meine Gefühle schreibe – ich will mich nicht in den Vordergrund drängen, aber ich will auch nicht schreiben „Du fühlst jetzt bestimmt… Und es würde bestimmt helfen wenn du…“ Naja, potentially problematic comment is potentially problematic…).
    Die Sache mit deinem Vater und deinem Bruder finde ich aber auch krass…

  2. annesch

    Danke für Deinen Kommentar und danke auch für die letzte Bemerkung – ich habe Jahre gebraucht, bis ich diese Aussage meines Vaters und Bruders nicht mehr „normal“ und „nicht in Frage zu stellen“ fand, sondern sie so beschissen fand, wie sie ist.
    Nach wie vor existiert bei mir die Angst, dass, falls ich jemandem mitteile, dass ich ein Verhalten mir gegenüber nicht mag oder nicht gut finde, der-/diejenige das dann erst recht macht.
    Als ein Freund mich mal mit einem Bereich neckte, der einfach ein wunder Punkt ist (nichts mit Gewicht), und damit nicht aufhörte und ich ihn dann irgendwann ziemlich emotional darauf ansprach, dass ich das echt nicht abkönnte – da war ich völlig baff und erleichtert, als er, wie das Selbstverständlichste von der Welt, damit aufhörte und sich dafür entschuldigte.
    Was Du von den inneren Stimmen sagst, beschreibt es so genau. Heute ist das Gefühl von „Naja, war ja eigentlich keine große Sache, anderen Leuten passiert Schlimmeres!“ schon sehr stark, aber zwischendurch kommt immer wieder dieses kinnladerunterfallende „Das hat der tatsächlich gesagt!“ – ich meine, wenn er gesagt hätte: „Was für eine komische Jacke, was für eine seltsame Frisur, was für ein blödes Gesicht…“ o.ä., dann wäre das auch beschissen und unverschämt und dreist gewesen, aber diese sexuelle Konotation packt noch mal ein eine ganze Menge Grenzüberschreitung drauf, und es sollte einfach nicht normal sein, dass tagtäglich solche und ähnliche Sachen gegenüber Frauen geäußert werden. Auf eine Art hilft diese innere Stimme des „War ja nicht so schlimm!“ sicher im Lauf der Zeit auch bei der Einordnung und der Verarbeitung – aber eben nicht, wenn sie sofort das, was geschehen ist, relativiert.

  3. Die Angst davor, anderen zu sagen, dass sie mich verletzt haben kenne ich auch. Bei mir liegt es aber daran, dass meine Mutter solche Aussagen meistens so verdreht hat, dass ich am Ende die Schuldige war… Weil ich ihre Gefühl verletzt habe…
    Ja, die sexuelle Komponente in der Aussage dieses Arschlochs macht es auf jeden Fall übergriffiger, als ein „normaler“ dummer Spruch es getan hätte. Noch mal mehr, weil ihr alleine zu zweit in nem engen Raum wart und er scheinbar dachte, dass ihr gleich _zu zweit, alleine_ im Parkhaus sein würdet? Ekelhaft, dieser Typ.

    1. annesch

      Ich habe Aufzüge persönlich bisher nur als „Raum, in dem Leute, die sich nicht kennen, versuchen, höflich aneinander vorbeizuschauen“ erlebt, auch wenn ich natürlich wusste, dass es theoretisch ein Raum für Übergriffe ist. Aber da hatte ich eher Aufzüge in Skyscrapern vor Augen, die länger als ein paar Sekunden unterwegs sind. Da war es mir eher unangenehm, wenn ich mal mitten in der Nacht alleine in einem U-Bahn-Waggon landete und dann ein Typ zustieg.
      Was so krass an dem Kerl ist, ist diese Opportunität – alleine mit einer Frau in einem Aufzug? Sofort mal einen übergriffigen Spruch raushauen, aus Spaß an der Freude und weil er es kann. Als ob er nur mit dem Blick durch die Welt geht, wie er sich durch Widerlichkeit gegenüber Frauen (und vielleicht Menschen generell) sich sein Pseudo-Selbstwertgefühl aufpolieren kann.

  4. Wie absolut widerlich. Das tut mir so leid!
    Was geht denn in dem Typen vor? Macht der das öfter und ist sogar erfolgreich, dass er so selbstbewusst auf unterstem Niveau „flirtet“ (oder was das war)?
    Solche Menschen sind unmöglich, da kann man nur sprachlos sein. Was genau hätte man ihm auch antworten sollen? Der Junge wohnt auf einem ganz anderen Planeten. Und hätte das wohl noch lustig gefunden, wenn man geistreich antwortet…
    Hauptsache du kannst es bald ad acta legen.

    1. annesch

      „Flirtversuch“ kann ich mir nicht vorstellen. Ich vermute eher bewusste Übergriffigkeit als vermeintliche „Machtdemonstration“.

      1. Irgendwie ne Kombi. Du scheinst ihn ja interessiert zu haben. Er hat dir sehr viel von seiner Macht gezeigt: Dumm labern und spucken. Na Herzlichen Glückwunsch. Wenn das schon reicht, können wir ja auch wieder in ne Höhle ziehen.
        Blöd ist, es hat irgendwie gereicht. Und das tut mir leid. Allerdings auch nur ein paar Sekunden und du hast ja selbst gesagt, dass dir die Situation nun klar ist. Das nächste Mal, falls dich so ein Arschloch versucht klein zu machen ( und ich hoffe, dass das gar nicht erst passiert) wirst du nicht so baff sein und souverän reagieren können. Davon bin ich überzeugt. Arschlöcher gibt’s leider zu Hauf. Aber auch starke Personen, die gegen halten können. Deshalb musste er wohl spucken, anders konnte er dich nicht erreichen.
        Widerlicher mikriger Scheißtyp!

        1. annesch

          Absichtlich gespuckt hat er wohl nicht, ich denke, nur eine „feuchte Aussprache“, widerlich genug, ich spürte, wie irgendein nasser Tropfen auf meine Hand landete, als er sprach. Ich bin sonst keine, die sich vor Haltestangen in Bussen oder Türklinken groß ekelt (versuche sie manchmal aus sängerlichen Gründen in Erkältungszeiten zu meiden, aber das ist eher Pragmatismus, kein Ekel), aber ich war noch nie so froh, dass es Desinfektionstücher so direkt überall zu kaufen gibt… 😉

  5. Es ist echt interessant, wie man auf einmal von seinen Mitmenschen beachtet wird, wenn man sein Gewicht reduziert. Ähnliches ist mir inzwischen auch schon aufgefallen. Zum Glück nicht in der Art, wie sie Dir widerfahren ist.
    Es gibt eben schon einige Menschen die scheinbar keine Erziehung genossen haben.

  6. Ich hätte wohl sowas gesagt wie: „Einen?! Wie lange soll der halten? Einen Tag? Es sind zehn!“ Und dann wär ich nach draußen schlawänzelt und hätte mit meinem breiten Hintern gewedelt. Das Problem bei solchen Situationen ist, einem fällt meistens sowieso erst hinterher ein, wie man am genialsten hätte reagieren können ^^! Aber ich erinnere mich noch gut, wie ich das erste Mal ü30 so doof von der Seite angemacht wurde und dann als „alte Schachtel!“ betitelt wurde. Das hat mich tatsächlich mehr getroffen, als wenn sie mein Körpergewicht angegriffen hätte 😦 Auf einmal war ich alt! Früher haben’s wenigstens noch nach der Nummer gefragt! Und wurden erst nach einem „NÖ!“ unhöflich *schmoll*

  7. Du hast überhaupt etwas gesagt, und das ist schon gut. Du hast ihm zwischen die Augen gestarrt, das ist bedrohlich. Er hat sich dabei sicher nicht wohl gefühlt. Das Problem für dich ist eventuell, das Rotwerden. Stell dir vor, du bist aus Wut rotglühend und nicht aus Scham. Dann werf ihm die glühende Energie hinterher, und stell dir vor, wie er sich krümmt. 😀
    Solchen Dingen muss man Aufmerksamkeit geben; die werden solange in dir rumoren, bis du damit fertig bist.

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