Schon wieder Zitronen

(Bild Timo Klostermeier/Pixelio.de)Ich hatte ja schon mal über meinen Zitronenwasserkonsum geschrieben, den ich mir angewöhnt habe, weil die Flavonoide aus der Zitrone und insbesondere der Zitronenschale gut für die Gefäße sein sollen. Eine vermutete Ursache für Lipödem ist ja eine gewissen Veranlagung zu „Gefäßbrüchigkeit“, d.h., die klitzekleinen Gefäße auf der Kapillarebene lassen zu viele Feststoffe wie Eiweiße in den Gewebezwischenraum durch, und dort liegt das Zeug dann rum, da das Lymphsystem überlastet ist. Und das herumliegende Zeug („lymphpflichtige Last“) behindert die Lymphmüllabfuhr dann noch mehr, so dass das ganze sich zu einem Teufelskreis auswächst. Einerseits kann man versuchen, das Lymphsystem bei seiner Arbeit zu unterstützen durch Bewegung (möglichst gleichmäßige Bewegung ohne hartes Auftreten, also Walken, Fahrradfahren, Schwimmen, Beine-unterm-Schreibtisch-Schaukeln etc.), durch hohe Flüssigkeitsaufnahme, durch Kompression, durch Lymphdrainage.

Ob es andererseits wirklich viel nützt, zu versuchen, durch verschiedene Mittel die Gefäße zu stärken, damit nicht so viel Kram im Gewebe landet, sei dahingestellt, aber warum es nicht versuchen, daher (u.a.) die Bioflavonoide. Mein Konsum von Zitronen in verschiedener Form hat stark zugenommen, dazu gleich.

Mir ist jetzt aufgefallen, dass ich anscheinend auf anderen Ebenen einen Hang zu Zitrusfrüchten habe. Ich liebe den frischen Duft, sei es von Zitronen, Orangen, Blutorangen, ja, sogar von Grapefruit, obwohl die mir geschmacklich zu bitter sind. Dass ich fast in allen Kosmetik-Produkten, die ich nutze, welche mit Zitrusduft verwende, wurde mir letztes Wochenende klar.

Wir waren mit unserem Chor auf einer Konzertreise auf Usedom – es war sehr schön! Eine Freundin aus dem Chor, mit der ich mir auch das Zimmer dort teilte, nahm mich im Auto mit. Nichtsahnend griff ich irgendwann im Auto zu meiner Handcreme (Bioqualität) und cremte mir die Finger ein. (Ich gestehe, ich creme mir oft die Hände ein, eigentlich nach jedem Händewaschen. Aber die Alternative ist ein unangenehm trockenes, juckendes Gefühl an den Händen und häufig eingerissene Nagelhaut…) Womit niemand von uns gerechnet hatte: besagte Freundin am Steuer bekam Atemnot. Nicht so, dass es gefährlich geworden wäre, aber so, dass es für sie doch sehr unangenehm war und sie noch lange Hustenreiz verspürte. Sie wird gerade nach einer fiesen Erkältung vor einiger Zeit ihren Husten nicht los und die Ärzte haben auch schon was von Asthma gesagt – aber das die Zitrusduftstoffe in meiner Handcreme so intensiv waren, dass sie nicht zu vertragen waren, war mir neu. Problem: Wir teilten uns ja das Zimmer, und quasi alle meine Kosmetikprodukte – Gesichtscreme, Handcreme, Duschbad, Deo – waren tabu… Immerhin wurde mir so bewusst, dass ich fast immer nach Zitrus greife. Ich werde in Zukunft schauen, dass ich da mal ein bisschen Abwechslung reinbringe.

Im Büro trinke ich seit dem oben erwähnten Post täglich eine Karaffe Zitronenwasser, erst manschte ich täglich mit halben und ganzen Zitronen herum (eine Gabel in die Zitronenhälfte gestochen und kräftig herumgedreht ist ein guter Ersatz für eine Zitronenpresse, aber auch eine kleine Schweinerei). Dann ging ich dazu über, gekauften Zitronensaft und getrocknete Zitronenschale zu verwenden – die meisten Flavonoide sitzen ja in der Schale und in den weißen Zwischenhäuten.

Vor zwei Wochen kam ich dann auf die Idee, 4 Biozitronen in meinen Mixer zu werfen, sie zu Brei zu zermixen und das dann in einem Eiswürfelbehälter einzufrieren, die meisten der fertigen Zitronenwürfel nahm ich dann mit ins Büro, wo ich jetzt täglich einen in meine Karaffe packe. Es ist etwas bitterer als nur Zitronensaft, aber nicht unangenehm bitter. Vor allem eine andere Sorte von Bitterkeit als zum Beispiel Rosenkohl, von dem ich Brechreiz bekomme. Gestern hatte ich dann eine Kochidee. Ich hatte ein Hühnchenfilet-und-diverses-Gemüse-mit-einem-Schuss-Rotwein auf dem Herd schmoren, und irgendwie kam ich auf den Gedanken, von einem der Zitronenwürfel, die ich noch zuhause hatte, mit einem scharfen Messer ein paar Spähne abzuhobeln und dem Schmorgericht zuzufügen. So so lecker! Ich werde das jetzt öfter bei unterschiedlichen Rezepten ausprobieren, es ist ein richtiger toller Frischekick, was den Geschmack angeht, und auch noch mal anders, als wenn man nur Zitronensaft an ein Essen gibt. Also nur zu empfehlen!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s